Aortenklappenrekonstruktion nach David

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Bei einer Erweiterung des Klappenringes entfernen sich die Klappentaschen voneinander, wodurch eine Insuffizienz im Sinne eines Blutrückflusses entsteht.
Der Aortenklappenersatz wird für gewöhnlich im Herzstillstand durchgeführt. Dabei schließt man den Patienten an eine Herz-Lungen-Maschine an, vorher wird ein Operationszugang geschaffen.Hierbei ist die mediane Sternotomie der klassische Zugangsweg. Hierfür wird das Brustbein der Länge nach aufgesägt.
Die Herz-Lungen-Maschine wird mit einem Schlauch, der mit Sauerstoff angereichertes Blut zum Körper führt, an die Hauptschlagader angeschlossen. Den Abflussschlauch schließt man an den rechten Vorhof an. Wenn die Herz-Lungen-Maschine komplett angeschlossen ist, wird an die Hautschlagader unter kontrollierten Bedingungen eine Klemme gesetzt und in die Herzgefäße eine kaliumreiche Lösung, die das Herz zum Stehen bringt, gegeben.
Danach reseziert der Chirurg die Aortenwurzel und das Gewebe im Bereich der Komissuren, sowie  Koronarterienostien werden stehen gelassen. Anschließend näht er das parakomissurale Gewebe an und sticht die Fäden durch die Prothese von innen nach außen aus. Durch ein Anziehen der Fäden stülpt sich die Aortenprothese über den Klappenring rüber.
Letztendlich wird die Prothese über die gesamte Zirkumferenz angenäht. Da der Prothesendurchmesser kleiner als der des Klappenringes ist, werden die Klappentaschen adaptiert und die Kompetenz der Klappe wiederhergestellt.
Nach der Rekonstruktion an das Herz werden Elektroden eines vorübergehenden externen Schrittmachers angenäht und zwei bis drei Wundschläuche in den Brustkorb gelegt. Die Wundschläuche werden am 2. und die Schrittmacherkabel am 5. Tag nach der OP entfernt.
Das Öffnen der Klemme an der Hauptschlagader führt zur Auswaschung der kardioplegischen Lösung. Es kommt zur vollständigen Wiederherstellung der Herzaktion, was den Abgang von der Herz-Lungen-Maschine ermöglicht.  Das Brustbein wird dann mit Drahtcerclage und die OP-Wunde mit Nahtmaterial verschlossen.
Nach der Operation wird der Patient auf die Intensivstation zur Ausleitung aus der Narkose verlegt.
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