Vorhofflimmern

Vorhofflimmern ICD I48

Vorhofflimmern ist eine Form von Herzrhythmusstörung, die im oberen Teil des Herzens – den Vorhöfen – entsteht. Dabei geraten die elektrischen Signale im Herzen völlig durcheinander. Anstatt dass sich die Vorhöfe kräftig und gleichmäßig zusammenziehen, um das Blut weiterzubefördern, zucken sie nur noch schnell und unkontrolliert. Man kann sich das wie ein unkoordiniertes Zittern oder eben ‚Flimmern‘ vorstellen. Da dadurch die Pumpkraft der Vorhöfe fehlt, fließt das Blut nicht mehr optimal in die Herzkammern.

Vorhofflimmern EKG

In der EKG zeigen sich unregelmäßige RR-Intervale (wenn Atrioventrikuläre-Überleitug vorhanden ist), fehlende P-Welle sowie arrhytmische atriale Aktivität (Flimmerwellen)

  • Vorhofflimmern-Episoden: Vorhofflimmern > 30 s, dokumentiert im Elektrokardiogramm
  • paroxysmales Vorhofflimern: rezidivierendes Vorhofflimmern (> 2 Episoden), das sich innerhalb von 7 Tagen spontan selbst terminiet, oder Episoden < 48 h, die erfolgreich elektrisch oder medekamentös konvertiert werden.
  • persistierendes Vorhofflimern: Vorhofflimmern, das länger als 7 Tage anhält, oder Vorhofflimmern-Episoden > 48 H, die elektrisch oder medikamentös terminiert werden.
  • langanhaltend-persistierendes Vorhofflimmern: Vorhofflimmern, das länger als 12 Monate anhält
  • permanentes Vorhofflimmern: diese Klassifikation wird nur für Patienten angewandt, bei denen die Entscheidung gefallen ist weder durch eine Katheter- noch durch eine chirurgische Ablation einen Sinusrhytmus wiederherzustellen oder Aufrechtzuerhalten. Hier ist also nicht die Rhytmus-, sondern die Frequenzkontrolle das Therapieziehl.